Samsas Traum – Poesie Review

Artikelbild Samsas Traum Poesie

Es ist so weit. Samsas Traum Poesie: Friedrichs Geschichte ist erschienen. Im Folgenden bringe ich euch den Inhalt der Scheibe in meinem kleinen Poesie Review näher:
 

Poesie Review

Vorwort zum Poesie Review

Ich bin was Samsas Traum betrifft relativ unbefangen und unbefleckt. Ich habe die Band erst vor kurzem für mich entdecken können und mich dabei durch den musikalischen Werdegang durchgehört. Persönlich fand ich die Bandphase mit härteren Metal-Klängen am besten, da sich die Musik davon – für mein Empfinden – innerhalb der letzte Alben größtenteils entfernt hat war ich dennoch bei dem neuen Album „Poesie: Friedrichs Geschichte“ gespannt was für Musik mich erwarten wird!

Cover Samsas Traum Poesie Friedrichs Geschichte - Poesie Review

Der 1. Durchgang:

Nach dem 1. kompletten Durchgang des Albums war ich etwas enttäuscht. Ich wusste vorher nicht was mich erwarte würde, hatte keine Reviews oder Vorberichte gelesen und dachte mir dann erstmal: „Wow, das ist ganz schön Sprechgesang lastig“ und leider so gar nicht das was ich an Samsas Traum bisher am meisten mochte…

Die Texte auf der anderen Seite begeisterten mich. Es wird die Geschichte sehr bildlich erzählt und eine bedrückende Atmosphäre aufgebaut. Gleichzeitig sind die Texte aber sehr mitreisend geschrieben und man ertappte sich, sogar schon beim Ersten Durchlauf vieler Lieder beim Mitsingen, dieses Mitsingen ist besonders grotesk da die Texte Inhaltlich eher abstoßender Natur sind. Besonders bewusst wurde mir dies als meine Freundin nach Hause kam, ich gerade den zweiten Durchlauf des Albums startete, und sie mit dem Satz Jag sie alle, jag sie alle durch den Schornstein. aus dem Lautsprecher + meinem Mund empfangen wurde!
 

Nach dem 1. Durchgang fand ich Sauber, Gorgass und Es Tut Uns Leid am besten, Poesie gesamt jedoch nicht 100% überzeugend.
 
 

Nach mehrmaligem Anhören:

Mir geht es mit Musik meist so, dass ich nach dem 1. Anhören zwar für mich entscheiden kann ob ich es ertrage oder nicht, aber wie sehr es mir gefällt und welche Lieder ich am besten finde kristallisiert sich erst nach mehrmaligem Hören heraus. Nicht falsch verstehen – ich spreche hier nicht von Gefallen durch Gewöhnen wie es das Radio des Öfteren mal erreicht indem das gleiche Lied immer und immer (und immer) wieder gespielt wird bis man es dann doch mag – hier geht es schlicht darum, die einzelnen Stücke besser kennen zu lernen!
 

Faszinierender weiße war der Sprechgesang dann doch nicht so gruselig wie anfangs gedacht. Beim 1. Hören war es wohl noch eine Portion Trauer um die fehlenden Growls ;)
Mittlerweile gefällt mir gerade die musikalische Diversität der Titel. Etwas weniger Sprechgesang wäre zwar toll gewesen aber die Mischung ist doch ganz gut!
 

Was geblieben ist, sind meine Lieblingslieder von Poesie, zu denen sich noch Und Ich Schrieb Gedichte, Richard, Warum Zitterst Du und Der Mönchberg (Heinrichs Gedicht) gesellt haben.
Ein Dorn im Auge ist mir nur ein Lied das ich mittlerweile beim Komplettdurchgang der Platte überspringe: Wir Fahren In Den Himmel (Und Ich Kotze Angst), hier nervt mich einfach die ständige Wiederholung der Worte und das „Hi-Ha-Himmel“. Es ist ein gut eingesetztes Stilmittel und verschafft dem Song eine ganz eigene Atmosphäre, aber ich mag es aus musikalischer Sicht nicht. Die übrigen Titel finde ich gut, aber nicht sehr gut, dafür aber auch nicht schlecht, doch da Geschmäcker verschieden sind, solltet ihr selbst herausfinden welche Lieder ihr mögt und welche nicht!
 
 

Einzeltitel

Auf Spotify könnt ihr euch das ganze Album anhören, zudem habe ich euch hier die Lyrics (von DarkLyrics.com) verlinkt, falls ihr euren Ohren nicht traut und es mit eigenen Augen sehen müsst.

1. Es Ist Der Tod – [Instrumental] 2. Sauber
3. Und Ich Schrieb Gedichte
4. Der Mönchberg (Heinrichs Gedicht)
5. Wir Fahren In Den Himmel (Und Ich Kotze Angst)
6. Fingerkränze
7. Richard, Warum Zitterst Du
8. Im Keller Wohnt Der Krieg
9. Gorgass
10. Leiche 10 000
11. Es Tut Uns Leid
12. Was Weißt Du Schon Von Mir (Mein Name Ist Friedrich)
 
 

Fazit zu Poesie: Friedrichs Geschichte

Samsas Traum hat es mit dem Album Poesie: Friedrichs Geschichte geschafft, ein Stück grauenhafte Wirklichkeit auf ein wundervolles Album zu bannen. Die Stücke sind sicherlich nicht so leicht zu verarbeiten wie Radiomusik und dies sowohl Inhaltlich als auch Musikalisch, daher muss man Poesie hier eher eine Chance mehr als weniger geben um es fair beurteilen zu können, doch dafür wird eine atomosphärische Tiefe vermittelt die gewöhnliche Radiomusik eben nicht kennt!
Aus diesem Grund hat sich auch mein anfänglicher Eindruck des nicht Gefallens bzw. weniger Gefallens geändert. Ich gebe Samsas Traum Poesie: Friedrichs Geschichte in meiner kleinen Rezension 4 von 5 Punkten.

Poesie eignet sich sicherlich nicht als Musik für einen geselligen Abend, ich kann es mir persönlich auch live nur sehr schwer vorstellen – eventuell werden wir in Mannheim vor Ort sein und herausfinden wie sich Poesie live anfühlt – aber für den persönlichen Musikgenuss finde ich es mittlerweile doch gut bis sehr gut.
Ich finde es vom Inhalt vergleichbar mit Goethes Erben – Nichts bleibt wie es war, es wird jeweils etwas absolut abstoßendes und grausames thematisiert, doch musikalisch genial untermalt was dafür sorgt, dass man nur schwer nicht mitsingen kann, selbst wenn der Inhalt es einem eigentlich verbietet.
 
 

Was haltet ihr von Poesie? Stören euch die Texte, weil ihr der Meinung seid, dass man über dieses Thema keine Musik machen sollte? Teilt es uns gerne in den Kommentaren mit!
 

 
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Solltet ihr nach meinem Poesie Review nun Interesse an dem Album haben, könnt ihr es euch hier bestellen und gleichzeitig diese Seite unterstützen ohne, dass euch ein Nachteil entsteht.

 
 

Weitere Infos zu Samsas Traum auf Facebook oder der offiziellen Homepage von Samsas Traum!
 

1 Kommentar

  1. Dein Review trifft für mich den Nagel auf den Kopf! Das Album ist der absolute Hammer, aber man muss sich 2x überlegen wem man es vorspielt um Missverständnisse zu vermeiden.

1 Trackback / Pingback

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